Herzlich willkommen bei mir und den Pferden!








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Anzeigeprobleme

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Pferde stellen uns durch ihre ganz andere Sicht auf die Welt immer wieder vor Herausforderungen und Rätsel, die uns manchmal unlösbar erscheinen. Warum scheut ein Pferd? Warum mag es einen Weg nicht entlang gehen? Warum reagiert es plötzlich nicht mehr auf meine Reiterhilfen? Warum wehrt es sich gegen Sattel oder Trense? Mein erstes Pferd, auf dem ich regelmäßig ritt war ein prima Reitlehrer. Im Umgang (Putzen, Satteln, Trensen) aber war er eine Katastrophe. Warum nur? Sollte meine "Pferdekarriere" ab jetzt zu einem großen Anteil daraus bestehen, Pferde rechtzeitig bestrafen zu lernen?
Manch einer verliert sogar die Geduld, weil er meint: "Der Gaul weiß ganz genau, was er jetzt machen soll. Der veralbert mich bloß!" Genau hier irren wir aber oft, da der Gaul eben gerade nicht weiß, was er machen soll, weil er uns überhaupt nicht verstanden hat. Normalerweise bestrafen wir dann das Pferd, weil wir es nicht besser gelernt haben.
Es gibt Menschen, die erwarten - oft völlig unbewußt - von ihren Pferden, dass diese die menschliche Sprache erlernen. Ich glaube, damit sind Pferde hoffnungslos überfordert. Ich glaube eher, dass der Mensch mit seinem (meist) höheren Intellekt die Möglichkeit und die Pflicht hat, sich dem Pferd anzupassen. Seiner Art zu denken. Seiner Art zu kommunizieren. Seiner Art, die Welt zu sehen. Denn das Pferd sieht die Welt ganz anders als wir. Dann kann es zu einer Kommunikation zwischen Mensch und Pferd kommen, die ohne Gewalt auskommt. Dann findet man Ruhe und Sicherheit im Umgang mit Pferden. Dann kann man den Pferden, mit denen man Umgang hat, sogar zum Freund werden. Dazu ist aber ein wenig Mühe notwendig. Man muss sich die Mühe machen, etwas über das Pferd zu lernen.

Wir sollten mit den Pferden und ebenso mit den Menschen nicht so umgehen, wie sie sind. Wir sollten sie behandeln, als wären sie bereits so, wie wir sie uns wünschen.
Nach Buck Brannaman: Pferde, mein Leben (Kosmos-Verlag) S. 175



Was Sie hier finden...

Auf den folgenden Seiten habe ich versucht, aufzuschreiben, was man deshalb über Pferde wissen sollte. Ich habe meine eigenen Erfahrungen auf dem Wege zu einem gewaltlosen Umgang mit Pferden dargestellt. In den Themen Verhalten, Sprache und Umgang finden Sie Grundwissen sowie praktische Hinweise. In den Themen Pferde und Geschichten lesen Sie anhand konkreter Beispiele, was ich von welchen Pferden lernen konnte, und wie diese Erkenntnisse meine Situation verbesserten.
Diese Internetseiten wenden sich auch und im Besonderen an "Freizeitreiter ohne eigenes Pferd". Denn die allermeiste Literatur, die im Buchhandel angeboten wird, konzentriert sich auf die Ausbildung der Pferde. Als Schulpferdereiter hat man aber nicht die Möglichkeit, Pferde auszubilden. Dies ist die Aufgabe des entsprechend ausgebildeten Stallpersonals. Stattdessen kann man sich selbst weiterbilden und an sich arbeiten, um seine Kommunikation mit den Pferden zu verbessern. Das muss aber kein Nachteil sein.

Wichtig:
Das, was ich durch Arbeit an mir selbst erreicht habe, kann ich dann auf alle Pferde anwenden; nicht nur auf die, die ich ausgebildet habe.
Denn durch das dabei erlangte Wissen erreiche ich mehr Verständnis, Selbstsicherheit und Ruhe im Umgang mit Pferden.
Irgendwie ist das ja auch gerecht: Natürlich muß auch das Pferd etwas lernen. Es muß lernen, sein Gleichgewicht mit dem Gewicht des Reiters auf seinem Rücken wiederzufinden und zu halten. Es muß lernen, auf die Signale des Reiters zu reagieren. Es muß lernen sich führen zu lassen. Es muss nicht lernen, wie ein Pferd zu denken und zu sprechen. Das kann es schon. - Der Reiter aber muss ebenfalls seinen Anteil lernen. Er muss lernen, sich dem Pferd in einer verständlichen Form mitzuteilen. Dazu gehört weit mehr als Schenkeldruck und Zügeleinwirkung, wenn er mit dem Pferd eine Bindung eingehen möchte, die über die Nutzung eines "Sportgerätes" hinausgeht: Er sollte lernen, wie ein Pferd zu denken und zu sprechen.
Ich habe also im Folgenden Wissen, Methoden und Hinweise zusammengestellt, die das Pferd sein lassen, was es ist: ein Pferd; die uns aber zu Menschen mit etwas mehr Pferdeverstand werden lassen können.

Für einen Erwachsenen ist es schwieriger, das Reiten zu erlernen, als für ein Kind. Kinder fühlen Bewegungen und können sich ohne viel Mühe einer Bewegung anpassen. Das ist eine wichtige Voraussetzung für das Reiten. Erwachsene müssen das meist erst wieder mühselig lernen. Deshalb benötigen sie naturgemäß mehr Zeit zum Reitenlernen, und haben andere Probleme dabei. Dies ist ein weiteres Thema der folgenden Seiten (Reiten).

Bedienungsanleitung
Fragen zum Aufbau und zur Nutzung dieser Internetseiten werden hier beantwortet: Bedienungsanleitung

Gästebuch
Hinweise, Meinungen, Fragen, Kommentare können Sie hier hinterlassen: Gästebuch

Neuigkeiten zu diesen Internetseiten finden Sie hier:


Was Sie hier NICHT finden

Sie finden auf diesen Internetseiten keine Anleitung zur Pferdeausbildung. Dafür gibt es Literatur in reichlicher Auswahl. Für Schulpferdereiter wäre das überdies nicht sehr von Nutzen.

Auch werden Sie hier keine vollständige Reitlehre finden. Die Hinweise unter diesem Thema behandeln nur jene Grundlagen, deren Fehlen uns erwachsenen Späteinsteigern besondere Schwierigkeiten macht und damit Probleme beim Reiten verursacht. Außerdem beziehen sich die Tipps auch auf die Einstellung des Reiters zu seinem Pferd, denn sie stellt ja den Schwerpunkt aller hier beschriebenen Themen dar.

Manchmal werden Sie wohl auch vergeblich nach allgemeingültigen Patentrezepten im Umgang mit Pferden suchen. Das liegt daran, dass Pferde Individuen sind und sich genauso voneinander unterscheiden, wie wir Menschen. Sie werden beim Lesen eher auf Prinzipien stoßen, auf deren Grundlage Sie Lösungen für Ihre Probleme mit dem Pferd erarbeiten können.

Auch die genaue Beschreibung konkreter Techniken habe ich ausfallen lassen. Mir geht es nicht darum, irgendwelche Techniken in Bezug auf Pferdeausbildung oder -umgang herauszustellen. Ich persönlich favorisiere auch keine spezielle Methode, denn keine noch so ausgefeilte Methode nützt mir, wenn ich kein Pferdeverständnis habe, wenn ich keine Vorstellung davon habe, wie Pferde denken und kommunizieren. Überdies habe ich bis heute in der Literatur keine Methode gefunden, die sich auch von Schulpferdereitern wirkungsvoll einsetzen läßt.

Pferde flüstern auch!

Ja, wirklich. Aber Pferde sprechen so leise, dass wir sie nicht hören können. Ihre Sprache ist Körpersprache. Deshalb müssen wir nicht die Ohren sondern die Augen "spitzen", um sie zu verstehen.
Wahrscheinlich fast jeder, der regelmäßig auf einem Pferd sitzt, hat sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, was im Kopf des Pferdes wohl vorgehen mag. Wenn man das wüsste, könnte man viel besser auf die Fragen des Pferdes eingehen. Man könnte viel besser, rechtzeitiger und im richtigen Moment reagieren. Verstünde ich seine Sprache, könnte ich ihm vielleicht deutlicher sagen, was ich von ihm möchte.
Ein Pferd zeigt uns immer, was in seinem Kopf gerade vorgeht. Es kann nicht nicht kommunizieren. Dasselbe gilt auch für uns Menschen; nur sind wir uns dessen nicht so bewußt.

Wollen wir zu einer besseren Kommunikation mit Pferden gelangen, müssen wir ihre Sprache verstehen und unsere Körpersprache beeinflussen lernen.




Pferde denken anders!

Pferde denken einfach. Sie denken vorrangig in Bildern und reagieren auf momentane Situationen. Pferde denken nicht strategisch. Sie planen nicht. Die Zukunft kümmert sie kaum.
Die Vergangenheit spielt für Pferde insofern eine Rolle, als dass sie sich an Bilder und damit verbundene Emotionen erinnern. Sieht ein Pferd ein Bild aus seiner Vergangenheit, so empfindet es auch die damals damit verbundene Emotion.
Pferde sind sehr leicht ablenkbar.
Einen Großteil des Tages kreisen die Gedanken eines Pferdes um die Nahrungsaufnahme. Wird es aus dem Herdenverband entfernt oder ist kein vertrauenswürdiger Anführer da, sorgt es sich um mögliche Gefahren aus seiner Umwelt. Aber auch seine Beziehungen zu den anderen Herdenmitgliedern spielen eine Rolle. In der freien Natur bestimmt die Fortpflanzung einen großen Teil der Gedanken der Pferde.

Möchten wir unsere Pferde besser verstehen, müssen wir zu ihrer Einfachheit des Denkens zurückfinden. Das fällt uns nicht leicht, denn der Mensch denkt kompliziert.